Wardriving

In diesem Artikel erkläre ich dir den Begriff Wardriving. Der Begriff Wardriving kommt in den letzten Monaten immer wieder öfters in Medien vor, leider sind die Erklärungen meistens nur sehr schwer zu verstehen. Deswegen möchte ich dir auf einfachste Weiße den Begriff Wardriving näher bringen und alle möglichen Fragen klären.

Was ist Wardriving?

Unter Wardriving versteht man das Auffinden und die Nutzung von drahtlosen Netzwerken (Wifi) während der Autofahrt. Um die drahtlosen Netzwerke nutzen zu können benötigt man neben deinem Computer auch zusätzliche Hardware. Unter anderem benötigt man eine drahtlose Ethernet-Karte, eine Antenne und ein GPS-System. Auch eine sogenannte Wardriving-Software wird benötigt. Du weißt bestimmt, dass das Wifi-Signal nicht nur innerhalb eines Gebäudes funktioniert sondern vor Wänden keinen halt macht. Bestimmt warst du schon einmal vor deinem Haus gestanden und hast gemerkt, dass sich dein Smartphone via Wifi in dein heimisches Netzwerk einwählt. Und genau dass, nutzen Wardriver aus. Denn es ist möglich, als externer Benutzer in ein nicht geschütztes Netzwerk einzudringen, eine kostenlose Internetverbindung zu erhalten und möglicherweise Zugang zu privaten Daten zu erlangen.

 

Daraus wurde mittlerweile ein Sport. Es geht den Leuten, die Wardriving durchführen darum, zu zeigen, wie leicht es eigentlich ist, drahtlose LANs zu komprimieren. Mit der Antenne und einem Ortungssystem (GPS), welche im Auto verbaut sind, kann man als Wardriver die Standorte von Wireless Access Points systematisch erfassen.

Woher kommt Wardriving?

Wardriving tauchste erstmals im Jahre 2000 auf. Der Ingenieur Peter Shipley prägte in diesem Zeitraum den Begriff Wardriving. Er nutzte auf der Suche nach Wifi-Netzwerksignalen in einem lokalen Gebiet sein Auto, ein GPS-System und eine Antenne zur Indentifizierung ungesicherter drahtloser Heimnetzwerken. Man sollte bedenken das im Jahr 2000 kaum ein Haushalt ein Heimnetzwerk installiert hatte.

 

Durch das Wardriving das im Jahr 2000 entstand, hat sich ein Bewusstsein für die Bedeutung der Sichterheit drahtloser Netzwerke entwickelt und immer mehr Menschen haben Sicherheitsmaßnahmen für ihr Heimnetzwerk installiert. Viele der Wardriver haben damals jedoch lediglich die gefundenen Netzwerke erfasst. Es gab jedoch auch schon einige, die versuchten in diese Netzwerke einzudringen. Auch das Warchalking, das Markieren von gefundenen Netzwerken an Hauswänden oder Zäunen, war in diesem Zeitraum sehr beliebt. In der Bevölkerung waren diese beiden Praxisen jedoch sehr umstritten, da sich viele Menschen bedroht fühlten.

Wozu dient Wardriving?

Hauptsächlich dient Wardrieving natürlich als Hobby benutzt. Aber auch Hacker und Analysten führen Wardriving für verschiedene Zwecke durch. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass Wardriving auch für illegale Zwecke genutzt wird. dazu jedoch später noch mehr. Jedoch nutzen auch IT-Unternehmen Wardriving für verschiedene Marktforschungen. Auch für die Forschung in der Wifi-Sicherheit wird Wardriving viel benutzt. Wie du also sehen kannst, wird Wardriving auch von vielen staatlichen Unternehmen genutzt. Ein anderes beispiel hierfür wären die Strafverfolgungsbehörden, welche Wardriving nutzen, um Wifi-Netzwerke mit sehr schwachen Passwörter oder offenen Sicherheitseinrichtugen zu ermitteln. Wardriving beschränkt sich hauptsächlich also auf das Sammeln von Informationen über Wireless Acess Points, ohne die Nutzung von Diensten im Netzwerk selbst. Falls jemand ohne Genehmigung Dienste in einem fremden Netzwerk (illegaler Weiße) nutzt, nennt man dies Huckepackübertragung. Dies hat eigentlich rein gar nichts mit Wardriving zu tun.

Wie kann man selbst Wardriving betreiben?

Als aller erstes benötigt man eine Software. Es gibt mittlerweile relativ viele kostenlose Softwareanwendungen für Wardriving. Die zwei der bekanntesten sind Kismet und NetStumbler. Mittlerweile gibt es sogar für das Smartphone einige Andwendungen. Die bekannteste App für iOs ist WiFi und G-Mon für Android Geräte. In den letzten Jahren wurden sogar Wardriving Anwendungen für die Sony PSP und den Nintendo DS entwickelt. Diese heißen Sniff-JazzBox und Road Dog.

 

Außerdem benötigt man eine Wireless-Netzwerkkarte, eine Antenne, einen Laptop und ein GPS-System. Bei der verlinkten Netzwerkkarte ist schon eine Antenne dabei. 

 

In folgendem Video wird erklärt wie man die Software richtig installiert:

Ist Wardriving eigentlich lega?

Wardriving ist definitiv eine Grauzone, da es kein Gesetz gibt, das Wardriving verbietet – aber auch nicht erlaubt. Jedoch gibt es Gesetze die verbieten, dass man unbefugt Zugang zu Netzwerken erlangt. Außerdem gibt es Gesetze, welche die Privatsphäre schützen. Passives Wardriving, beispielsweise mit dem Programm Kismet ist erlaubt, da es lediglich mit dem Netzwerk kommuniziert und nicht in das Netzwerk eindringt. Die Sendeadressen werden daraufhin protokolliert.

 

Es gibt keine Gesetze, die das Wardriving ausdrücklich verbieten oder erlauben, aber es gibt Gesetze, die den unbefugten Zugang zu Computernetzwerken verbieten und die Privatsphäre schützen. Passives Wardriving, mit Programmen wie Kismet oder KisMAC, kommuniziert überhaupt nicht mit den Netzwerken, sondern protokolliert lediglich die Sendeadressen. NetStumbler hingegen sendet aktiv Sondierungsnachrichten und der Acess Point reagiert. Auch dies befindet sich immer noch in eine Grauzone, jedoch ist es rechtlich weniger sicher.

Fazit

Wardriving ist also mehr ein Hobby bzw. das Sammeln, was hauptsächlich von staatlichen Einrichtungen oder Hobby-Wardrivern benutzt wird. Nur sehr selten nutzt es jemand um in heimische Netzwerke einzudringen. Jedoch sollte man trotzdem immer sien heimisches Netzwerk schützen.

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