Wie lange darf ein
13 jähriger Zocken

Spielt mein Kind zu viel Computer?

Das Problem: Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken

Viele Eltern kennen das: Aus den süßen Grundschülern, die draußen toben, reiten gehen oder artig für die Musikschule üben, sind plötzlich 13jährige Teenager geworden, die am liebsten ihre Zeit vor dem PC, Laptop oder Smartphone verbringen. Dort wird getwittert, auf Facebook geliked oder – eben gezockt. Doch: „Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken?“, fragen sich besorgte Mamas und Papas.

 

Zunächst müssen die Eltern wissen, dass das Spielen von Computergames für die Teenies Erholung bedeutet: Durch das Erlangen von immer höheren Levels oder Punkten und durch andere Mitspieler, die einen loben oder einfach nett sind, erlebt unser Teenager ein inneres Freudenfeuer, Glückshormone werden ausgeschüttet, kurz: Zocken macht Spaß und bietet Erholung. Dann frage ich halt nicht mehr: „Wie lange darf ein 13jähriger Zocken“, mögen sich manche Eltern sagen. Lasst die Teenies doch zocken!

Zwischen Erholung und Sucht

Dass ein Jugendlicher etwas Erholung vom Lernen braucht, sehen Eltern wohl ein: Schule ist anstrengend. Wir Erwachsenen sehen fern, um uns von der Arbeit zu erholen, die Teenies zocken halt. Und das ist auch ok! Aber wie lange darf ein 13 jähriger Zocken? Eine Stunde, zwei, sind drei auch noch in Ordnung? Und wie ist es am Wochenende?

 

Das deutsche Bundesministerium für Familien empfiehlt als Computerzeit für 13 jährige eine Stunde am Tag, mehr sollte es nicht sein.

 

Doch solche festen Zeiten einzuhalten fällt vielen Jugendlichen schwer. Warum eigentlich?
Gerade Rollenspiele wie World of Warcraft sind laut www.dw.com so schwer zu beenden, weil sie nie aufhören: Dem Spieler werden ständig neue Aufgaben gestellt, und für jede erfolgreich abgeschlossene Aufgabe bekommt er eine Belohnung. Um also die Frage zu beantworten: Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken, brauchen Teenies ihre Eltern, die sie aus diesem magischen Sog herausholen – kaum ein 13 jähriger kann aus eigener Willenskraft dem ständigen Weiterspielen widerstehen. 

 

Würde man den Teenie selbst fragen: „Was meinst du, wie viel zocken ist normal?“, würde er nach seinen Klassenkameraden schauen und Antworten wie „jeden Tag zwei oder drei Stunden“ geben. Doch ist ein Teenie, der so etwas sagt, nicht gleich spielsüchtig. Eine Sucht nach Computerspielen, die das Kind krank machen, erkennen Eltern laut www.welt.de unter anderem daran, dass der Teenie nur noch spielt und nichts anderes mehr tut, keine Freunde trifft, keine Hausaufgaben erledigt, nicht richtig isst und schläft und oft schlecht gelaunt, traurig oder aggressiv ist. Treffen diese Anzeichen alle zu, sollte sich Hilfe bei einem Psychologen gesucht werden. Doch solange der Teenie beim Computerspielen einfach nur schlecht zum Ende findet, sich dann aber nach einiger Überredung doch wieder auf andere Dinge einlässt, besteht keine Gefahr. 

 

Um nun die vorgegebene Computerzeit für 13 jährige einzuhalten, müssen Mama oder Papa aber nicht mit der Stoppuhr neben dem PC stehen: Löst der Teenie in seinem Spiel gerade eine knifflige Aufgabe oder hatte beim Spielen ein paar Misserfolge, sollte man kein Spielverderber sein und den PC gleich ausschalten.

Wie viel Zocken ist normal?

Auch für dieses Problem bietet das Familienministerium eine Lösung an : Statt der täglichen Begrenzung des Spielens auf eine Stunde kann man dem Teenie ein wöchentliches Spielkontingent einräumen. Dafür werden neun Stunden pro Woche empfohlen. Das kann also bedeuten, dass ein Teenie ruhig am Wochenende einmal mehrere Stunden lang spielen darf, wenn er in der Woche wenig oder gar nicht gespielt hat. Hierbei sollte nur beachtet werden, dass der Jugendliche genügend Pausen einlegt, ungefähr alle 90 Minuten. Und gerade bei längeren Spielphasen sollten die Eltern aufpassen, dass das Kind sich zum Ausgleich genug bewegt. Dazu muss es natürlich oft erst motiviert werden, denn, wie gesagt, die Computerspiele sind so gestaltet, dass man immer weiterspielen möchte. Aber vielleicht mit dem Angebot, etwas gemeinsam zu unternehmen („Wollen wir ein bisschen Fahrrad fahren?“), lockt man auch 13 jährige vor die Tür und weg vom PC.

„Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken“ ist also eine Frage, die sich tatsächlich eindeutig beantworten lässt,

 aber dennoch Spielraum für eigene Zeiteinteilung lässt.

Computerzeit für 13jährige – muss das überhaupt sein?

Manche Eltern fragen sich vielleicht nicht nur, wie lange darf ein 13 jähriger Zocken, sondern viel grundsätzlicher: Muss das überhaupt sein, wenn doch das lange Sitzen vor dem PC so ungesund ist?

 

Tatsächlich informiert www.bit.com, dass fast 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, und besonders die Jungen, Computer- oder Videospiele spielen, und zwar täglich ungefähr ein bis zwei Stunden.

 

Nun muss man sich als Eltern selbstverständlich nicht immer daran orientieren, was andere Eltern erlauben oder nicht. Interessant ist aber, dass über die Hälfte der Kinder das Zocken offensichtlich als soziales Erlebnis wichtig finden, sie legen Wert darauf, mit anderen zusammen Onlinespiele zu spielen. So scheint das Spielen von Computergames etwas zu sein, was Teenies gern gemeinsam machen, vielleicht vergleichbar mit einem Einkaufsbummel oder dem gemeinsamen Musikhören.

 

Die Beantwortung der Frage „Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken?“ hängt also auch davon ab, wie wichtig das in seiner Clique gerade ist und ob er oder sie nicht zu sehr außen vor wäre, wenn man das Spielen ganz verbieten oder zeitlich extrem begrenzen würde.

 

In diesem Zusammenhang weist das Ministerium für Familie auch darauf hin, dass das Computerspielen nicht als Belohnung oder Bestrafung durch ein Verbot von den Eltern genutzt werden sollte, da es somit für den Jugendlichen noch wichtiger und attraktiver würde.

Fazit: Wie lange darf ein 13 Jähriger Zocken?

Zusammenfassend kann man also die Frage: Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken?“, so beantworten: Durchschnittlich eine Stunde am Tag darf es sein, mehr als neun Stunden pro Woche allerdings nicht. Versäumnisse im Alltag sollten nicht mit Spielverbot am Wochenende oder Ähnlichem bestraft werden, gute Schulnoten sollten auch nicht zu einer Verlängerung der Spielzeit führen. Vielmehr kann man immer bei der Überlegung: „Wie lange darf ein 13 jähriger Zocken?“ an ein nettes Hobby denken, dem bis zu neun Stunden in der Woche nachgegangen werden darf und das ein Jugendlicher braucht, um sich vom Stress im Alltag zu erholen und um mit seinen Freunden zusammen zu sein.

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